398 Seiten, kartoniert, Thinkers Publishing, 1. Auflage 2020
Efstratios Grivas (30.03.1966) is a highly experienced chess
trainer and author. He has been awarded by FIDE the titles of GM, Senior
Trainer, International Chess Arbiter and International Chess Organiser. His
main successes over the board are the Silver Medal Olympiad 1988 (3rd board),
the Gold Medal European Team Championship 1989 (3rd board) and the 4th pl ace
World Junior Championship U20 1985. He also has won 5 Balkan Medals (2 Gold - 1
Silver - 2 Bronze) and he was 3 times winner of the International 'Acropolis'
Tournament. He has also in his credits 28 times first place in the Greek
Individual & Team Championships and he has won various international
tournaments as well, He was also awarded 5 FIDE Medals in the annual FIDE
Awards (Winner of the FIDE Boleslavsky Medal2009 & 2015, "best
author" - Winner ofthe FIDE Euwe Medal 2011 & 2012, "best junior
trainer" - Winner of the FIDE Razuvaev Medal 2014, "trainers'
education") and has been a professionallecturer at the FIDE Seminars for
Training & Certifying Trainers. He has written 95 books in different
languages such as Arabic, English, Greek, Italian, Spanish & Turkish. Since
2009 he has been the Secretary ofthe FIDE Trainers' Commission and since 2012
the Director of the FIDE Grivas Chess International Academy (Athens).
Rook endgames are the most complicated area of chess. This
fascinating book presents a handy and clearly written guide. The author
advocates adherence to some basic laws of rook endgames. This book is aimed at
players of all strenghts or any trainer in search of the needed rook endgame
finesses, an often overlooked and undervalued topic.
Gewicht:740 g
Hersteller: Thinkers
Publishing
Breite:17 cm
Höhe: 23,5 cm
Erscheinungsjahr: 2020
Autor: GM Efstratios Grivas
Auflage: 1
ISBN-13 9789492510747
Seiten:398
Einband:kartoniert
INHALT :
005 KEY TO SYMBOLS 5
007 FOREWORD
009 DEDICATION TO DR. NIKOLAY
MINEV
011 THE TECHNICAL POINT OF VIEW
013 THE ENDGAME
014 Computer Evolution
015 Endgame Thinking
017 THE GOLDEN RULES OF THE
ENDGAME
019 ROOK ENDGAME PRINCIPLES
021 EVALUATION PLAN EXECUTION
023 CHAPTER 1. BASIC KNOWLEDGE
023 The Lucena Position
032 The Philidor Position
047 The Vancura Position
061 CHAPTER 2. EXTRAORDINARY
ENDINGS
061 Rook & a+h Pawns vs Rook
074 Rook vs Three Pawns
080 Two Rooks vs Rook & Three
Pawns
093 CHAPTER 3. SAME SIDE
093 Same Side Pawns 4:3 Part 1
133 Same Side Pawns 4:3 Part 2
145 CHAPTER 4. EXTRA PASSED PAWN
145 Active Rook & 3 Pawns
& a-pawn vs Rook & 3 Pawns
158 Passive Rook Part 1: Rook
& 3 Pawns & a-pawn vs Rook & 3 Pawns
159 Plans
159 Introduction
214 Passive Rook Part 2: Rook
& 2 Pawns vs Rook & 1 Pawn
219 Rook & 3 Pawns &
b-pawn vs Rook & 3 Pawns
244 Rook & 3 Pawns &
c-pawn vs Rook & 3 Pawns
255 Rook & 3 Pawns &
d-pawn vs Rook & 3 Pawns
275 CHAPTER 5. SHATTERING
275 Shattered Pawns Part 1
298 Shattered Pawns Part 2
311 CHAPTER 6. ISOLANI
311 The Isolani in the Endgame
325 CHAPTER 7. DRAWN ENDINGS
325 Drawn Endings
341 CHAPTER 8. FOUR ROOKS
341 Double Rook Endgame
373 CHAPTER 9. VARIOUS CONCEPTS
373 The Lasker’s Steps
384 A Trapped Rook
391 The Loman Move
REZENSIONEN:
Ich werde oft gefragt, wie ich es
geschafft habe, ab meinen Endzwanziger Jahren noch den Fidemeistertitel und
dann mit 32 den Titel des Internationalen Meisters zu erringen. Neben einem
sehr disziplinierten Vorbereitungsritual vor jedem Turnier, das ich spielte,
habe ich vor allem an meiner Turmendspieltechnik gefeilt und dann Eröffnungen
gewählt, in denen die Türme oft recht lang auf dem Brett bleiben. Das hat mir
einerseits viele Punkte gegen schwächere Spieler gebracht, die vorher in
Eröffnung und Mittelspiel noch gut mithielten, dann aber mit der Komplexität
dieses Endspieltypus überfordert waren, war aber vor allem eine Waffe, um
schlechtere Stellungen noch zu halten und so meine Verlustquote zu senken. Zwar
trainiere ich jetzt nicht mehr soviel an meiner Spielstärke, sondern eher an
der anderer, konnte aber letztens in der Quarantäneliga auf www.lichess.org mal
wieder sehen, warum sich die Arbeit gelohnt hat. Dort spielte ich gegen den
ägyptischen Großmeister Dr. Bassem Amin, mit 2686 Elo derzeit die Nummer 44 der
Welt, und wurde natürlich bis ins Turmendspiel hinein geknetet. Trotzdem
schaffte ich in einer langen Blitzpartie mit Inkrement ein relativ lockeres
Remis, weil ich wusste, worauf ich zu achten hatte.
Damit jetzt alle Schachfreunde mal
wieder konzentriert an ihren Turmendspielfähigkeiten arbeiten können, hat der
griechische Großmeister Efstratios Grivas für Thinkers Publishing mit
"Your Jungle Guide to Rook Endings" ein neues Werk zu dem Thema
veröffentlicht, das mir trotz kleinerer Mängel recht gut gefallen hat.
Es beginnt bei den drei
wichtigsten Turmendspielstellungen "Lucena", "Philidor" und
"Vancura", die in meinen Augen schon ideal zeigen, wie wichtig
Aktivität in diesen Endspielen ist, aber auch, was Aktivität im Turmendspiel eigentlich
bedeutet. Ich kenne einige Leute, die natürlich den Satz kennen, dass im
Turmendspiel Aktivität das wichtigste Prinzip ist, aber gar nicht verstanden
haben, was das bedeutet. Hierfür formuliert der Autor immer wieder wichtige
Merksätze und Faustregeln, die die zahlreichen Beispiele aus dem Buch
unterstützen. Ich selbst hätte mir allerdings hier und da noch mehr verbale
Unterstützung gewünscht. Für mich war es zum Beispiel etwas irreführend, dass
es bei der zweiten Philidorverteidigung zwar heißt, dass der verteidigende
König in der Stellung mit einem weißen Turm auf a7, Bauer auf e5, König auf e6
und einem schwarzen Turm auf e1 und König auf e8 zwar heißt, dass der schwarze
König nun über f8 in die kurze Ecke laufen soll, dann aber in den Anmerkungen
steht, dass Kd8 auch ein Remis hält, ohne anzugeben, dass dies bei
Zentrumsbauern so ist, aber bei Läuferbauern dann wirklich verliert. Das wahre
Prunkstück des Buches sind aber die vielen wichtigen praktischen Stellungen,
die man draufhaben sollte. Für mich persönlich sehr wichtig sind da zum
Beispiel die Endspiele, bei denen alle Bauern an einem Flügel sind und eine
Seite einen Mehrbauern besitzt und jene, in denen eine Seite Druck auf schwache
gegnerische Bauern ausüben kann und darum aktiver steht. Diese werden in dem
Buch sehr genau unter die Lupe genommen. Der erfahrene Endspielbuchleser wird
sicher einige der klassischen Beispiele wiedererkennen. Mir war zum Beispiel
die Endspielstellung aus der Partie Petrosjan-Keres, Moskau 1951 bekannt, in
der Weiß am Königsflügel 4 Bauern gegen drei von Schwarz besaß und Paul Keres
eine modellhafte Verteidigung bis zum wohlverdienten Remis schaffte. Dabei hat
er, wie der Autor in seiner Einleitung zu diesem Kapitel gut verdeutlicht, mit
f7, g6, h5 eine ideale Auffangstellung kreiert und konnte ganz klassisch auf
dem Weg zum weißen Freibauern viele Bauern tauschen, ein Prinzip, das mir auch
schon einige Remisen eingebracht hat. Neben solchen Klassikern analysiert der
Autor aber auch viele unbekannte Partiefragmente, die teils zeigen, wie man mit
genauem Spiel remisiert, aber auch, wie Ungenauigkeiten ausgenutzt werden
können. Weniger erfahrene Endspiellernende werden dabei vielleicht überrascht
sein, dass selbst bekannte Spieler immer wieder am Verteidigen haltbarer
Endspiele gescheitert sind und auch die Gewinnverfahren nicht so einfach am
Brett gefunden werden können, was die Arbeit am Turmendspiel zu einer wichtigen
praktischen Komponente macht.
Bei Endspielen mit Bauernschwächen
sieht es ähnlich aus. Hier ist der große Klassiker das Endspiel aus der Partie
Flohr-Vidmar, Nottingham 1936, die schon in zahlreichen Büchern dargestellt
wurde. Schwarz hatte dort ein hängendes Bauernpaar auf c6 und d5, bei dem sich
ein weißer Turm auf c5 eingenistet hat und den schwarzen Turm auf c8 zur
Verteidigung des c6 zwang. In der Folge hat Weiß die schwarzen Figuren erst
passiv gehalten und dann wunderbar die Stellungen geöffnet, um an beiden
Flügeln spielen zu können. Dies hat letztlich die schwarze Verteidigung
überlastet. Ich habe dieses Beispiel sicherlich schon in etlichen
Trainingseinheiten verschiedenen Schülern vorgestellt und mit ihnen analysiert,
bin aber immer noch von Salo Flohrs Technik absolut begeistert und denke, dass
die in diesem Endspiel genutzten Motive das Verständnis eines jeden
Schachspielers vergrößern können. Bei GM Grivas gibt es als Ergänzung aber noch
viele weitere Beispiele zu diesem Themenkomplex, wodurch man die Feinheiten
noch besser verinnerlichen kann. Zusätzlich finde ich es auch nützlich, viele
der Beispiele gegen einen Trainingspartner oder ein Computerprogramm
auszuspielen.
Daneben gibt es aber auch einige
weitere Endspiele zu bestaunen. Der Autor behandelt neben weiteren haltbaren
Endspielen mit unterschiedlichem Material auch einige praxisfernere Endspiele
wie zum Beispiel den Kampf eines Turms gegen drei Bauern, zeigt aber auch ein
paar Doppelturmendspiele, die noch mehr Dynamik bedeuten können. Wenn man all
diese Beispiele wirklich verstanden hat und praktisch anwenden kann, sollte das
absolut ausreichen, um die eigenen Ergebnisse in diesem Bereich deutlich zu
verbessern.
Insgesamt ist dies ein sehr
nützliches Werkzeug zur Erlangung der Meisterschaft im Turmendspiel. Manchmal
hätte ich mir zwar mehr oder genauere Erklärungen gewünscht, dennoch denke ich,
dass es ab einer DWZ von 1700 nützlich sein kann, sich dem komplexen Thema der
Turmendspiele mit diesem Buch zu stellen. Vor allem die große Zahl an tollen
Beispielen hat mir sehr zugesagt!
IM Dirk Schuh
Mai 2020
E.Grivas: YOUR JUNGLE GUIDE TO ROOK ENDINGS
- Marke: Trends Publications
- Artikelnr.: 5393
- Verfügbarkeit: Auf Lager
-
32.00 CHF



